Projektphilosophie
Vorbemerkung

Im Projektgeschäft wird das Wort „Projektphilosophie“ bisweilen im Sinne von „Vorgehensmodell“ oder „Mission Statement“ verwendet. Das ist irreführend, weil die tatsächliche Bedeutung von „Philosophie“ hierdurch verballhornt wird. Im Projektmanagement-Glossar heißt es dazu:

Das praktische Handwerkszeug des Projektmanagements in Verbindung mit dem Begriff der Philosophie zu bringen, ist an sich schon ein gewagtes Vorhaben. Noch erstaunlicher ist es, dass sogar die DIN 69905 sich an diesem Begriff versucht. (...) Das Bemühen der DIN, den Begriff Projektphilosophie auf festschreibbare Regeln zu reduzieren, ist letztendlich wenig nützlich, da hierfür bereits andere, weniger schillernde Begriffe vorhanden sind. (...) Insofern sollte man auf diesen Begriff vollständig verzichten ...

Der Philosophiebegriff wird also hier, wie auch im Fußball und in vielen anderen Bereichen, sehr locker und missbräuchlich verwendet. Bezüglich „Projektphilosophie“ beginnen wir deshalb auf einem weißen Blatt Papier.

Die Idee

Entwicklung eines neuen interdisziplinären Lehrfachs Projektphilosophie mit den beiden Wurzeln Projektmanagement und praktische Philosophie – ein ähnlicher Vorgang wie bei der Wirtschaftsinformatik und anderen Schnittstellenfächern.

Das Ziel

Etablieren dieses Fachs an Schulen und Hochschulen, vor allem in der theoretischen und praktischen Lehrerausbildung. Hierdurch soll die Basis für eine radikale Erneuerung unseres Bildungssystems geschaffen werden – mehr Inspiration, Projektintelligenz, Lebensklugheit.

Die Blaupause

In seinem neuen Buch „Zu viel Schule, zu dumm fürs Leben. Bildung in den Zeiten des Abiturwahns“ berichtet Bernhard M. Scheurer von seinen ersten Erfahrungen aus Projektphilosophie-Kursen am Carl-Reuther-Berufskolleg in Hennef/Sieg.



Einen ersten Eindruck vermittelt die Kurzpräsentation.